Zwischen Türmen und Mauern – Ein Ausflug zur Harburg

Zum Geschichtsunterricht gehören Burgen und Ritter – ist ja klar. Aber wusstet ihr auch, wie der Alltag dort aussieht, wer alles in den Kerker geworfen wurde und wie eine Burg sich gegen Angreifer verteidigte? Dies und vieles mehr lernten wir am 11.03.2026 bei einem spannenden Ausflug zur Harburg.
Alle siebten Klassen trafen sich am Morgen, um zusammen zur Harburg zu fahren. Zum Glück gab es keinen Stau und die Anreise verlief relativ ruhig. Nach einer etwa einstündigen Fahrt bestaunten wir erst einmal die massiven Burgmauern von außen, bevor wir dann in den riesigen Burghof eintraten.
Dann ging es auch schon los: Jede Klasse bekam eine eigene Führung durch die Burg. Unsere Führung startete gleich mit dem prächtigsten Raum, dem Festsaal, welcher mit vielen gemalten Ornamenten an der Decke und der Wand verziert ist. Auch erfuhren wir, dass der Schlosssaal heutzutage noch für Hochzeiten, Konzerte und andere Veranstaltungen gemietet werden kann.
Anschließend durften wir die Burgkapelle von innen anschauen und erfuhren, dass dort auch die Gruft der verstorbenen Familienangehörigen war.
Als Nächstes lernten wir auf dem Wehrgang die verschiedenen Schießscharten kennen: Dort gibt es die Schüttlöcher, durch die man den Feind mit Pech oder Unrat beschütten konnte, die Holzaugen (Das sind kreisrunde Holzkugeln mit einem Loch. Man konnte durch dieses schießen und die Kugel danach so verdrehen, dass der Feind nicht zurückschießen konnte.) und die normalen Schusslöcher mit einem Holzbalken, damit der Rückstoß der Langwaffe verhindert wurde.
Besonders spannend war für alle natürlich das Verlies mit den Folterkammern. In das Verlies wurde man schon wegen kleiner Fehlverhalten wie z.B. Zuspätkommen zum Gottesdienst eingesperrt. Die Folterkammern bestanden aus einer Dunkelkammer und einem Raum, den man sehr heiß machen konnte (Für uns heute wäre es wahrscheinlich eher eine Sauna).
Nach einem Besuch in der Waffenkammer, wo wir verschiedene Rüstungen und Waffen sehen konnten, gelangten wir zu den letzten beiden Räumen. Im Speisezimmer der adligen Burgherren erfuhren wir, woher das Sprichwort „Alles in Butter“ kommt: Wenn man früher Porzellangegenstände für das Speisezimmer transportierte, steckte man diese in Butter. Praktisch, denn so gingen sie nicht kaputt. Als letztes schauten wir uns noch die Kammer mit den vielen Jagdtrophäen und Gewehren an und dann trafen sich alle Klassen wieder unten im Burghof.
Nach einer kurzen Brotzeitpause kamen alle noch für ein ritterliches Tauziehen zusammen. Gewinner in diesem rutschigen, lustigen und auch matschigen Turnier war eindeutig die Klasse 7C.
Nach diesem erfolgreichen, informativen Ausflug ging es wieder nach Hause. Wir danken allen Lehrkräften, die diese Fahrt organisiert und begleitet haben.
Magdalena Kopiec und Johanna Merk (7d)
