Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten der Körber-Stiftung 2025

Der alle zwei Jahre ausgeschriebene Wettbewerb stand in diesem Schuljahr unter dem Rahmenthema „Grenzen“. Als ich in meiner Klasse im Geschichtsunterricht den Wettbewerb vorstellte, meldeten sich schnell vier Schülerinnen, die eine Arbeit dafür erstellen wollten. Die Entscheidung der Jury über die Preise lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor.
Wolfgang Poeppel
Im Folgenden zitiere ich aus dem Arbeitsbericht der Schülerinnen, den sie am Ende der Arbeit erstellt haben:
„Welche Grenzen Frauen von 1916 bis 1960 erfahren haben“
„Wir haben uns für dieses Thema entschieden, nachdem wir mit unserer Klasse an einer Führung mit Herrn Poeppel durch Augsburg teilgenommen haben, in welcher wir die Geschichte verschiedener Gebäude während der NS-Zeit kennengelernt haben. Darunter befand sich auch die ehemalige „Mütterschule“ in der Maximiliansstraße 97, heute umgebaut zur „Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement“ der Stadt Augsburg. Dadurch wurde unser Interesse an der Geschichte der Frauen verstärkt, so dass wir die Chance zur Teilnahme an diesem Geschichtswettbewerb sofort ergreifen wollten.
Unsere Entscheidung fiel sehr schnell auf die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland. Wir wollten aber dennoch die Weimarer Republik sowie das gesellschaftliche Bild der Frau nach dem Zweiten Weltkrieg als Vergleichszeiträume heranziehen. […]
Wir haben zu unserem Thema passende Dokumente im Stadtarchiv Augsburg eingesehen sowie in der Staatsbibliothek die Neue National Zeitung auf Artikel über Frauen in der NS-Zeit durchforstet. Aber auch klassische Quellen wie zum Beispiel das Buch „Frauenleben in Bayern von der Jahrhundertwende bis zur Trümmerzeit“ von der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildung, haben uns weitergeholfen. […]
Die Möglichkeit der Teilnahme an diesem Wettbewerb hat unseren Wissenshorizont erweitert, und es war sehr lehrreich, mehr über die gesellschaftspolitischen Grenzen der Frauen im Zeitraum 1916 bis 1960 zu entdecken. Das Projekt insgesamt hat uns viel Spaß gemacht und eine neue politische und geschichtliche Diskussionsbasis für unsere schulische, aber auch private Laufbahn geschaffen.“
Franziska Mock, Bettina Wersig, Gracjana Szlagor, Patricia Schwartz