De bullis, villis et tabulis – ein römischer Nachmittag

In diesem Schuljahr lud die Fachschaft Latein die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe zu einem römischen Bastelnachmittag ein, der am 29. Januar 2026 stattfand. Ziel der Veranstaltung war es, den Kindern einen lebendigen Einblick in die Welt der Römer zu ermöglichen und ihnen zugleich die Gelegenheit zu geben, spielerisch in die zweite Fremdsprache Latein hineinzuschnuppern.

Zwischen 13.50 Uhr und 16.00 Uhr verwandelten sich die Kunsträume in kleine römische Werkstätten. Unter Anleitung der Fachschaft, die von den Oberstufenschülern Leander Bachetzky und Timon Seidel tatkräftig unterstützt wurde, konnten die Kinder verschiedene Alltagsgegenstände der Antike herstellen und dabei entdecken, wie vielfältig und kreativ die römische Kultur war.

Besonders beliebt war die Gestaltung römischen Schmucks, bei der mit erstaunlicher Kreativität filigrane Armbänder und Halsketten entstanden. Viele wagten sich auch an die Herstellung einer bulla oder lunula, jenes Schutzamuletts, das römische Kinder stets bei sich trugen – und das dann liebevoll verziert wurde. Ein weiterer Höhepunkt war das Basteln kleiner villae Romanae. Mit beeindruckender Geduld und Liebe zum Detail entstanden Miniaturhäuser mit Säulen, Innenhöfen und winzigen Gärten, die den römischen Wohnstil lebendig werden ließen. Und wer einmal ausprobieren wollte, wie sich Schreiben im römischen Schulalltag anfühlte, konnte auf Wachstafeln oder selbst gefertigten Namenschildern erste lateinische Buchstaben einritzen.

Der Nachmittag bot eine gelungene Mischung aus kreativem Arbeiten, historischem Lernen und gemeinschaftlichem Erleben. Viele Kinder nutzten die Gelegenheit, Latein einmal „anzufassen“, und gingen mit sichtbarer Freude und ihren selbst gestalteten römischen Kunstwerken nach Hause.

Die Fachschaft Latein dankt allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern für ihre Begeisterung und ihren Ideenreichtum.

Sigrid Bing im Namen der Fachschaft Latein