Arbeiten mit unseren Schul-Imkern

Von erstaunlich vielen Schülerinnen und Schülern unbemerkt, stehen in einer Ecke zwischen Sportplatz und Turnhalle einige Bienenstöcke auf unserem Schulgelände. Umso schöner ist es, jede Gelegenheit zu nutzen, die Bienen in den Alltag der Schule zu integrieren. Dafür haben sich unsere engagierten Schulimker, Franziska und Sebastian Donners, extra einen Nachmittag freigenommen und zusammen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vom Wahlkurs Jugend Forscht ein wenig echte Imkerarbeit geleistet.

Unser Ziel war es, neue Rähmchen für die Bienenstöcke mit Wachsplatten zu bestücken, an denen die Bienen ihre Waben bauen. Doch zuvor gab es von den Imkern noch etwas Theorie zu erfahren: Wie stellen die Bienen eigentlich Wachs her und wie sehen die verschiedenen Waben für Arbeiterinnen, Drohnen, Königinnen und Honig aus? Außerdem erzählten Sebastian und Franziska Donners uns, wie sie das alte Bienenwachs aus gebrauchten Waben recyceln, indem sie die leeren Bienenwaben in einem Sonnenofen schmelzen und daraus dann neue Wachsplatten herstellen.

Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler den beiden Imkern tatsächlich etwas Arbeit abnehmen: Die Wachsplatten in die Rähmchen einzubauen ist zwar eine relativ einfache Arbeit, aber wenn man das Ganze 80 Mal machen muss, ist man schon einige Zeit beschäftigt. Mit zehn tatkräftig anfassenden Helferinnen und Herlfern geht das viel schneller. Wie haben wir nun die Wachsplatten in die Rähmchen eingebaut? In jedem Rähmchen gibt es Drähte, die zuerst gespannt werden müssen. Dazu führt man jeden Draht einmal mit einem speziellen Imker-Werkzeug entlang, das den Draht zu einer Zickzack-Linie verbiegt. Anschließend werden die Wachsplatten „eingelötet“. Dazu legt man sie einfach auf den Draht und legt Strom an den Draht an. Dieser wird warm und das Wachs schmilzt.

Nach getaner Arbeit ging es dann schließlich zu den Bienenkästen. Das Wetter war noch zu kalt, um den Bienenkästen Honigräume mit den neuen Rähmchen darin aufzusetzen, aber einen Blick in die Kästen konnten wir trotzdem werfen. Insgesamt hat die ganze Aktion so viel Spaß gemacht, dass einige Schülerinnen und Schüler unseren Imkern gerne noch öfter helfen würden.

Ein besonderer Dank geht an Franziska und Sebastian Donners, die nicht nur durch ihre Bienenkästen unser Schulgelände mit Leben füllen, sondern auch ohne Zögern immer gerne dafür bereit sind, in unseren Schulklassen zu kommen und sie für ihr Hobby zu begeistern.

Manuel Wiesmann

 

Für all diese Kästen mussten wir neue Rähmchen bestücken    –    Beim Spannen der Drähte

 

Anlegen von Strom an die Drähte                                                                                                      Arbeiten wie am Fließband